Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflege-Praxis einführen - Projektmanagement als Strategie
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Beschreibung der Qualifizierungsmaßnahme


Kurzfassung
Kontext
Ziele
Zielgruppe
Aufbau und Bausteine

Kurzfassung

In der 10-monatigen Qualifizierungsmaßnahme "Nationale Expertenstandards und neue wissenschaftliche Erkenntnisse in die Pflege-Praxis einführen - Projektmanagement als Strategie" wurden ca. 15 Teilnehmer/innen durch praxisorientiertes Lernen am Arbeitsplatz anhand realer Projekte in der Pflegepraxis am Beispiel nationaler Expertenstandards oder anderer wissenschaftlicher Erkenntnisse in Verbindung mit Schulungs- und Trainingseinheiten an 9 Seminartagen in den Zielbereichen Projektmanagement, Qualitätsmanagement, Informations- und Wissensmanagement, Moderations- und Präsentationstechniken sowie Kommunikation qualifiziert.

Die Seminartage strukturierten die Lernschritte im Verlauf der Praxisprojekte. Ergänzt wurden die Projektarbeit und das Seminar im Sinne des "Blended Learning" durch individuelle Lernprozessbegleitung, einen Praxisbesuch, die schriftliche Dokumentation der Praxisprojekte, kollegiale Beratung und diese virtuelle Lernplattform im Internet.

Am Ende der Qualifizierungsmaßnahme absolvierten die Teilnehmer/innen ein Abschlusskolloquium, bei dem die Durchführung der Praxisprojekte und das erworbene Wissen geprüft wurden und das bei Erfolg zu einem Zertifikat führte.

Kontext

Der Landes-Caritasverband Bayern e. V. führte diese Qualifizierungsmaßnahmen insgesamt 13 mal im Zeitraum von September 2005 bis Dezember 2007 an verschiedenen Orten in Bayern mit jeweils einem Fortbildungsanbieter als Kooperationspartner durch.

Die Maßnahmen wurden über den Europäischen Sozialfonds von der Europäischen Union sowie mit Landesmitteln des Freistaates Bayern gefördert.

Die Qualifizierungskurse wurden von der Katholischen Stiftungsfachhochschule München wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse der wissenschaftlichen Begleitung wurden im Anschluss an das Projekt in die bildungspolitische Diskussion für den Bereich der Pflegebildung eingebracht. Die veröffentlichten Ergebnisse sind hier nachzulesen.

Die Ergebnisse der internen Auswertung der Wirksamkeit stehen bereits auf dieser Webseite zur Verfügung.

Zusammen mit der wissenschaftlichen Begleitung und dem bildungspolitischen Diskurs ergaben die Qualifizierungsmaßnahmen das Gesamtprojekt mit dem Titel "Praxisbezogene Kompetenzentwicklung und Qualitätsentwicklung in der Pflege".


Ziele

Für die Teilnehmer/innen:
Für die teilnehmenden Einrichtungen:

Zielgruppe

Die Qualifizierungsmaßnahme war konzipiert für:

Aufbau und Bausteine

Das Projekt baute auf der Grundannahme auf, dass die Teilnehmer/innen eigenverantwortliche Menschen sind, die ihre Erfahrungen einbringen und Lösungen mitentwickeln. Ein optimaler Output im Sinne der Zielformulierungen wurde erwartet, wenn sich die beteiligten Unternehmen und die Teilnehmer/innen gegenseitig unterstützten und wenn eine Synthese aus der individuellen Qualifizierung und der Organisationsentwicklung entstand.

In diesem Sinne verfolgte das Projekt die Strategie einer Kombination aus praxisgerechter Qualifizierung und einem Know-how-Zuwachs für die Unternehmen.

Die Qualifizierung der Teilnehmer/innen erfolgte durch praxisorientiertes Lernen am Arbeitsplatz anhand realer Projekte zur Qualitätssicherung und Qualitätssteigerung in der Pflegepraxis in Verbindung mit Schulungs- und Trainingseinheiten an neun Seminartagen. Die Schulungs- und Trainingseinheiten strukturierten die Lernschritte im Verlauf der Planung, Umsetzung und Auswertung der Praxisprojekte. Die Teilnehmer/innen dokumentierten während der 10-monatigen Maßnahmen ihre Arbeitsschritte und hielten die Schlüsselsituationen des Projektmanagements fest. Ergänzt wurde das Lernen am Arbeitsplatz und im Seminar im Sinne des "Blended Learning" durch individuelle Lernprozessbegleitung, einen Praxisbesuch, kollegiale Beratung und dieser virtuellen Lernplattform im Internet.

Am Ende einer Qualifizierungsmaßnahme stand für die Teilnehmer/innen ein Abschlusskolloquium, bei dem die Durchführung der Praxisprojekte überprüft wurde und das erworbene Wissen aus den Seminaren, den Beratungen und der Lernplattform abgefragt wurde. Bei bestandener Prüfung erhielten die Teilnehmer/innen ein Zertifikat. Das Zertifikat soll ausdrücken, dass die Inhaber/innen des Zertifikats im Rahmen der Qualifizierungsmaßnahme Kompetenzen erworben haben, die ihnen ermöglichen, ihre Lernergebnisse in anderen Projekten zu wiederholen, zu multiplizieren und somit nachhaltig den Pflege-Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Baustein: Seminartage

An den Seminartagen wurden Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse geschult und trainiert, die für die Umsetzung aller Praxisprojekte relevant sind. Darüber hinaus gehende spezielle Fragen konnten die Teilnehmer/innen entweder mit den Lernprozessbegleitern/innen klären, im kollegialen Beratungsteam besprechen oder in der Lernplattform recherchieren. Die Seminartage dienten auch dazu, einen Überblick über die aktuelle Situation in den Praxisprojekten zu erhalten, Erfahrungen auszutauschen und Schwierigkeiten zu besprechen. Hausaufgaben aus den Seminartagen standen in Verbindung mit den Praxisprojekten und trugen zur Erreichung von Teilzielen bei.

Es kamen unterschiedliche Methoden, wie z.B. Rollenspiele, Gruppenarbeit, theoretische Inputs etc., und moderne Präsentationstechniken zum Einsatz.

Die Seminartage wurden vorwiegend in Blöcken abgehalten. Der erste Block bestand aus dem Kick-Off-Tag und aus den Seminartagen 2 und 3 (3 Tage). Der zweite Block bestand aus den Seminartagen 4 bis 6 (3 Tage). Der dritte Block bestandaus den Seminartagen 7 und 8 (2 Tage). Am Ende stand die Abschlussprüfung mit einem Tag.


Baustein: Dokumenation

Die Teilnehmer/innen dokumentierten die von ihnen durchgeführten Arbeitsschritte und Schlüsselsituationen des Praxisprojektes. Die Dokumentation eines/einer Teilnehmers/Teilnehmerin bildete zusammen mit dem Abschlusskolloquium am Ende der Maßnahme die Grundlage für die Vergabe des Zertifikats.

Baustein: Lernprozessbegleitung

In individuellen Reflexionsgesprächen per Telefon (ca. 1 Stunde/Monat pro TN) bewerteten der/die Teilnehmer/in und der/die Lernprozessbegleiter/in den Lernertrag, überprüften Teilprozesse, klärten Teilziele und besprachen Schlüsselsituation sowie Hindernisse und Konflikte.
Nach Abschluss des zweiten Blocks suchten die Lernprozessbegleiter/innen die Teilnehmer/innen für einen halben Tag in deren Praxisumfeld auf, um den Projektplan und seine Umsetzung mit den Bedingungen vor Ort abzugleichen.

Baustein: Kollegiale Beratung

Zu Beginn der Qualifizierungsmaßnahme wurden die Teilnehmer/innen in die Methode der kollegialen Beratung eingewiesen und Beratungsteams zu je vier Personen wurden gebildet. Die Teams berietn sich im Verlauf des Projektes zwischen den Seminarblöcken für jeweils 4 Stunden.

Baustein: Virtuelle Lernplattform

Verschiedene Angebote auf der virtuellen Lernplattform unterstützten die Teilnehmer/innen in ihrem Lernprozess. Die Lernplattform bot den Teilnehmern/innen Material zur Vor- und Nachbereitung der Seminarthemen, Bausteine zu den Praxisprojekten, Literaturhinweise, eine Linksammlung und andere hilfreiche Ressourcen.